Neun "Seebären" in Neustadt aufgetaucht

Neue Mannschaft des Paten-U-Bootes auf Antrittsbesuch

In Vertretung des Oberbürgermeisters hatte Beigeordneter Hermann Schatz die Ehre, neun Offiziere der 24-köpfigen Mannschaft des U-Boots mit dem klangvollen Namen "Neustadt an der Weinstraße", im Haus des Weines willkommen zu heißen. Mit einem kleinen Umtrunk wurden die Seeleute unter dem Kommando von Korvetten-Kapitän Achmed Zaouer auf das Hauptprodukt des Namensgebers ihres U26 eingestimmt. Die neue Crew - eine U-Bootmannschaft wechselt in der Regel alle zwei Jahre - ist zum ersten Mal in Neustadt. Nach der Begrüßung ging es gleich weiter zur Eröffnung der Hambacher Jakobuskerwe. Heute endet der Besuch. Gegen 10 Uhr fahren die Männer zum Heimathafen des U-Boots "Neustadt an der Weinstraße", nach Eckernförde, zurück (cra)

 

Korvetten-Kapitän Zaouer kommandiert das U-Boot "Neustadt an der Weinstraße". Mit einem Teil der Mannschaft stattete er jetzt der Stadt einen Besuch ab. Der Beigeordnete Schatz begrüßte die Gäste.

Quelle: Rheinpfalz vom 27.07.1998 Foto: LM


Besucher strömen in hellen Scharen nach Hambach

Hl. Jakobus beschert ideales Kerwewetter


Weinprinzessin Michaela Sommer und Ehrengast Korvettenkapitän Zaouer, Kommandant des Paten-U-Bootes U 26, beim Anstich des Freiweins.

 

Hambach. (hs) Sei es, daß der Schutzheilige beim lieben Petrus ein gutes Wort einlegt, sei es, daß die Hambacher immer brav ihre Teller leer essen: seit vielen Jahren sind die Veranstalter der Jakobuskerwe mit dem fast schon sprichwörtlichen "Hambacher Wetter" gesegnet. Optimale Witterungsbedingungen (nicht zu heiß, einfach richtiges Schoppenwetter eben) sorgte am zurückliegenden verlängerten Wochenende für Rekordbesuch bei der Jakobuskerwe. Und das Schöne dabei: trotz heftigem Andrang ging der ganz besondere Charme des Festes nicht verloren: geduldig schob man sich in der Bummelmeile vom Rathausplatz bis zum Kettenkarusseldurch die Menge uns ließ sich auch dann die gute Laune nicht verderben, wenn man mal ein wenig auf Speis und Trank warten mußte. Die Betreiber der 17 Ausschankstellen und ihre fleißigen Helfer/innen taten ihr Bestes, um Hunger und Durst zu stillen und hatten auch im größten Trubel immer noch ein nettes Wort übrig. Die 29 Schausteller mit ihren verschiedenen Buden und Ständen freuten sich natürlich über den guten Besuch, der ihnen selbstredend von Herzen gegönnt ist, sorgen sie doch in jedem Jahr für das besonder Flair der Jakobuskerwe. Und quasi als Dankeschön im Voraus spendierten sie ja auch das herrliche Brillant-Feuerwerk am Freitagabend. Auch das eine Besonderheit in Hambach: hier findet der pyrotechnische Paukenschlag zum Auftakt statt. Apropos Auftakt: mit einer hörenswerten Kerwepredigt hatte Pfarrer Matthes am Freitagabend vor der Jakobuskirche die Menschen auf die Kirchweih eingestimmt: die Pilger, die einst zum Grab des Hl. Jakobus gezogen seien, kamen dabei vor allem durch Weingegenden und labten sich natürlich am edlen Rebensaft. So gesehen sei es gute Tradition, dem Wein zu huldigen. In erwartungsfroher Vorfreude ging es in fröhlichem Umzug, angeführt vom Feuerwehrmusikzug Hambach, entlang der Weinstraße hin zum Rathausplatz, wo die Kerwe von der Reitschul am Gasthaus "Zum Engel" aus feierlich eröffnet wurde. "Ohne gutes Essen, guten Wein und gute Freunde kann man nicht feiern. Ich heiße Sie deshalb herzlich willkommen, um als gute Freunde mit uns fünf Tage lang die Hambacher Jakobuskerwe zu feiern!" begrüßte Ortsvorsteher Klaus Göring die große Gästeschar und gab auch noch einen schönen Trinkspruch mit auf den Weg: "En Schoppe macht uns froh unn heiter, mit gudem Woi un net gespritzt. Den trinkt mer o(n) un gebten weiter seim Nochber, wu donäwe sitzt. Der nimmt en Schluck odder ach zwä und reichten an de Dritte: en Schobbe trinkt mer net allä, des is bei uns So Sitte!" Weinprinzessin Michaela Sommer sinnierte über die Attraktivität der Jakobuskerwe, holte sich fachliche Unterstützung bei den Journalisten, "denn die müssen jo was dovun verstehe", und zitierte Schlagzeilen aus den zurückliegenden Jahren. Gemeinsam mit Korvettenkapitän Zaouer, Kommandant der in Neustadt zu Besuch weilenden Besatzung des Paten-U-Bootes U 26, schlug Michaela das Holzfaß mit dem Freiwein an, Mitglieder des Ortsbeirates schenkten freigiebig aus unter allen Eröffnungsgästen, die ein Probierglas erstanden hatten. Kolpingskapelle und Feuerwehrmusik (im Obergeschoß des Etagenkarussells) gaben ein Platzkonzert zur Einstimmung auf unbeschwerte Tage in Hambach.

Quelle: Stadtanzeiger vom 30.08.1998


U-Boot-Delegation in Neustadt an der Weinstraße

Gäste von der Waterkant


Beigeordneter Hermann Schatz und Partnerschaftsbeauftragter Peter Fröhlich mit den blauen Jungs im Steinhäuser Hof mit einem Sekt aus dem Haus des Weines.

Neustadt. "Wenn wir den Besuch in Neustadt an der Weinstraße jetzt nicht geschafft hätten, wäre dieses Jahr wieder nichts daraus geworden, wir sind so viel unterwegs". Korvettenkapitän Achmed Zaouer, Kommandant des Neustadter Paten-U-Bootes U 26, und acht weitere Besatzungsmitglieder waren für vier Tage in Neustadt zu Besuch. Sie haben damit den Besuch von Oberbürgermeister Dr. Jürgen Weiler im letzten Jahr in Eckernförde erwidert. Dort ist der Heimathafen des U-Bootes, dessen Patenschaft die Stadt im Jahr 1973 übernommen hat. Nach der Stadtführung, bei der sich viele Passanten nach den neun uniformierten Männern umdrehten, begrüßte Beigeordneter Hermann Schatz die Delegation. Kommandant Zaouer freute sich vor allem darüber, daß der Besuch in Neustadt noch vor der nächsten längeren Fahrt des U-Bootes organisiert werden konnte. "Wir haben auf dem Boot noch zwei Mann, die Neustadt an der Weinstraße von früheren Freundschaftsbesuchen her kennen", sagte er. "Wir werden demnächst wieder für vier Monate auf See sein, im letzten Jahr waren wir fünf Monate lang in den USA. Bei so langen Fahrten wird die Organisation von Freundschaftbesuchen schwierig, aber uns liegt viel an der Patenschaft mit Neustadt an der Weinstraße, und wir hoffen, daß wir eine Neustadter Delegation nächstes Jahr in Eckernförde begrüßen können". Die Delegation kam gerade recht zur Hambacher Jakobuskerwe, wo Kommandant Achmed Zaouer der Hambacher  Weinprinzessin erfolgreich  beim Anstich des Fasses mit  dem Kerwewein assistierten. Eine besondere Überraschung  brachten die Gäste von der Waterkant mit zum Sommernachtsfest der Fördergemeinschaft Mußbacher Schwimmbad. eine Tafel mit kunstvollen Seemannsknoten, von der Mannschaft eigens angefertigt. Sie wurde von Beigeordnetem Hermann Schatz und Kommandant Achmed Zaouter unter den Gästen auf "amerikanisch" versteigert. Der Erlös in Höhe von rund 550 Mark wurde dem Förderverein für die weitere Ausgestaltung des Mußbacher Schwimmbades übergeben. Außerdem hatten die Gäste in den vier Tagen ausreichend Zeit, die Patenstadt und ihre Umgebung kennenzulernen.

Quelle: Stadtanzeiger vom 30.08.1998