U-Boot aus Eckernförde machte gestern fest

Heute und morgen Tag der offenen Tür

Stralsund. Gestern morgen bot sich den Passanten an der Steinernen Fischbrücke ein ungewohnter Anblick: Punkt 9:30 Uhr machte ein U-Boot am Kai fest. Es kommt vom 3. U-Bootgeschwader Eckernförde und wird das Wochenende über in Stralsund bleiben. Und da ein U-Boot in unserer Stadt tatsächlich etwas nicht Alltägliches ist, gibt die Besatzung allen interessierten Stralsundern die Möglichkeit, das "U 26" heute und morgen - jeweils von 13 bis 17 Uhr - zu betreten und einmal eingehend unter die Lupe zu nehmen. Der Kommandeur, Kapitänleutnant Ingo Buth (32) aus Plön bei Kiel, und seine 21 Besatzungsmitglieder haben sich für ihre Visite in der Hansestadt extra die Stralsunder Segelwoche ausgesucht und freuen sich auf erlebnisreiche Tage am Sund. Zum Programm gehören ein Empfang im Rathaus und eine Stadtbesichtigung sowie ein Treffen und eine gemeinsame Rügenrundfahrt mit einer Delegation aus der Patenstadt des Bootes, Neistadt an der Weinstraße. Zu ihren Tagen der offenen Tür wünscht sich die Besatzung ruhig viele Besucher, auch wenn es dann im "U 26" natürlich maächtig eng wird. "Landratten kommen bei uns sowieso immer ins Staunen, wie die 22köpfige Besatzung in der Beengtheit zu Rande kommt, wie klein zum Beispiel auch Kombüse, WC und Dusche sind. Aber auch die technischen Ausrüstungen sind ganz bestimmt interessant für unsere Gäste," meint Kapitän Buth, der das U-Boot seit dem Oktober des vergangenen Jahres führt. Am Montag wird es wieder die Heimreise antreten.               E.G.

Quelle: Ostsee-Zeitung vom 05.06.1993


Auf Partnerschaft-Peilung mit dem Paten-U-Boot

Feucht-Fröhlicher Ostseebesuch


Wein, Boot und Gesang: Die "Weinbotschafter" der FFN erlebten schöne Stunden auf Rügen.

Neustadt. (bg) Pfälzer Wein ist immer noch selten anzutreffen an der Ostsee-Küste. Das konnten die Feucht-Fröhlichen Neustadter hautnah erleben, als sie zu Besuch beim Paten U-Boot in Stralsund waren. Als Vertretung der Bundesmarine war die Besatzung zur Stralsunder Segelwoche beordert worden und die Kameraden der FFN gedachten, den Wein-Notstand zu beseitigen. Deshalb hatten sich die Aktiven der FFN entschlossen, mit einer entsprechenden Menge Pfalzwein im Gepäck, für eine Auflokkerung des militärischen Dienstes zu sorgen und den Pfälzer Wein zum ersten Mal feuchtfröhlich in die neuen Bundesländer zu tragen. Mit den jeweils dienstfreien U-Bootlern verbrachten sie einen informativen und kurzweiligen Ostseeaufenthalt. Stadtführung in der Hansestadt Stralsund, Fahrt über den Damm auf Deutschlands größte Insel Rügen mit Besichtigung der Kreidefelsen, Rückfahrt entlang der Deutschen Alleenstraße, Visite des Marine-Museums auf der Halbinsel Dänholm standen auf dem Programm. Nach der vielfältigen gemeinsamen Freizeitgestaltung bildete eine echt Pfälzer Weinprobe in der Technischen Marine-Schule den Abschluß des Besuches. In Anwesenheit des Standortältesten, Fregattenkapitän Herwarth Klocke, zahlreicher Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften gestaltete Helmut Schuster, Präsident der FFN, einen weinseligen Informationsabend, wobei er nicht versäumte, die Vorzüge der Patenstadt anzupreisen. Mit neuen Verabredungen und herzlichen Grüßen an die Pfalz fuhren die Neustadter "Wein-Botschafter" wieder in die Heimat zurück. Die nächste Weinprobe, die in Eckernförde stattfinden soll, ist bereits in Planung. Für 1994 ist ein gemeinsamer Treff mit U-26 im Mittelmeerbereich vorgesehen. Natürlich wird auch da der Pfälzer Wein mit dabei sein, um für die Neustadter Region zu werben.

Quelle: Stadtanzeiger vom 17.06.1993 Foto: bg