Festwagen gut dotiert

In diesem Jahr viele Sonderpreise für Akteure im Winzerfestzug

NEUSTADT (car). Der längste Festzug aller Zeiten machte der Prämierungskommission Probleme. So viele gleichwertig gute Festwagen wie beim Winzerfestzug zum 50. Weinstraßen-Geburtstag waren noch nie in Neustadt, urteilten Eingeweihte noch auf der Ehrentribüne.

Die „Schluckspechte" aus dem Neustadter Ortsteil Lachen-Speyerdorf hatten den Hauptpreis mit 1000 Mark - wie berichtet - für sich verbuchen können. „Erntedank an der Weinstraße“ mit Ehrenpreis des Bezirksverbandes Pfalz und der Festwagen des Neustadter Konvent mit seinem „fliegenden Ruländer“ (Preis der Deutschen Bundesbahn) mit je 800 Mark war bereits zu lesen.
Das Gimmeldinger Weinlagen-Karussell war der Willkomm-Gemeinschaft den Ehrenpreis von 500 Mark wert. Der zweite Preis der Stadt Neustadt ging an die Landjugend von Gommersheim für ihre drei Nummern mit Tabak-Bezug, das Jugenddorf Neustadt bekam für seine vielfältigen Darstellungen zu „Ausbildung im Wandel der Zeit“ den Ehrenpreis des Fremdenverkehrsverbandes Rheinland-Pfalz - ebenfalls 500 Mark. Die gleiche Summe gab auch der Verkehrsverein von Neustadt für den „Pfälzer Vesperkorb“ auf dem Postwagen der Ortsverwaltung Königsbach und der örtlichen Vereine.
Den ersten Preis der Kreisverwaltung Bad Dürkheim (400 Mark) bekam wie 1982 Niederkirchen: die Kolpingfamilie wußte mit „Wir Kannibalen sind kultiviert, seit man uns Niederkirchener Wein serviert“ zu gefallen. Der Ehrenpreis der Rheinpfalz-Weinpfalz mit 350 Mark ging nach Neustadt-Mußbach: „Ein Siegel für Qualität -Laßt Euch den Wein nicht schlecht machen“ forderten gemeinsam Ortsverwaltung, Weinbauverein und Landfrauen. Gleich dotiert auch der Ehrenpreis des Weinbauverbandes Rheinpfalz: An die Ruppertsberger Hoheburg mit ihrem Jungwinzer-Innenleben.
Der Genossenschaftsverband Hessen/Rheinland-Pfalz zeichnete den Kallstadter Saumagen aus während der erste Preis des Vereins „Südliche Weinstraße“ an die Hochstadter Landjugend fiel: „Zum 50. Geburtstag der Deutschen Weinstraße“. Den ersten Preis des Vereins „Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße“ sicherten sich die weitgereisten Teilnehmer im Zug: die Abordnung von der Südtiroler Weinstraße, die „Haßlocher Grumbeere“ waren der Kreisverwaltung Bad Dürkheim ihren zweiten Preis oder 300 Mark wert, den dritten Preis der Stadt Neustadt bekam die Besatzung vom Neustadter Patenboot U 26 aus Kiel, die Feucht-Fröhlichen-Neustadter hatten Hand angelegt an den Wagen der „Nordlichter“. Der Aufbau einer alten Küche von Gerolsheimer Landfrauen bekam den Ehrenpreis der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, die Weinbruderschaft der Pfalz prämierte den Bacchustempel der Jungwinzer aus Weyher. Drei Gruppen und Wagen aus Wachenheim teilen sich den Preis des Verbandes rheinland-pfälzischer Weinkommissionäre und nach Lobloch ging der erste Preis der Pfälzischen Bauern- und Winzerschaft. Den zweiten Preis des Vereins „Südliche Weinstraße“ bekam Herxheim für Tabakanbau wie „anno duwack“, den Ehrenpreis des Verbandes Rheinpfälzer Weinkellereien sicherte sich Schweigen-Rechtenbach mit „Weinlese anno dazumal“. Der dritte Preis der Kreisverwaltung Bad Dürkheim ging an Gönnheimer Freizeitwinzer, „Diedesfeld - Mitte der Deutschen Weinstraße“ bekam den zweiten Preis des Vereins „Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße“. Der zweiten Preis der Bauern- und Winzerschaft wurde der Trachtengruppe Ungstein zugesprochen, den Ehrenpreis des Landjugendverbandes Pfalz bekam die Erntekrone der Landjugend aus der Verbandsgemeinde Wachenheim. Schließlich noch drei Zusatzprämien. Sie gingen an die Fahnenabordnung des Vereins „Pfälzer in Berlin“, die acht Wagen von Duttweiler Ohne Sorge(n) und noch einmal Niederkirchen „Die Weinstraße in Bild und Tracht“.

Quelle: Rheinpfalz vom 15.10.1985


Der Festwagen der Mannschaft von U 26