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Weinprobe aus ganz neuer Sicht

Zu einer stimmungsvollen Weinprobe hatten sich kürzlich die Mitglieder der deutsch-französischen Gesellschaft im Partnerschaftskeller der FFN zusammengefunden (sch).
Die zehn Proben präsentierte FFN-Boß Alfred Schilling geschickt und humorvoll sozusagen unter deutsch-französischem Aspekt, wobei es für Laien und Weinkenner beider Nationalitäten einiges Neue zu lernen gab.
Wie unterschiedlich gleiche Rebsorten aus verschiedenen Weinbaugemeinden mit unterschiedlichen Bodenstrukturen schmecken können, überraschte nur wenige Pfälzer, sicher aber fast alle Franzosen. Und mancher der französischen Freunde, der bislang vielleicht ratlos vor einer deutschen Weinkarte mit „Kabinett", „Auslese", oder „Spätlese" unsicher wurde, weiß jetzt, ob er es mit einem „vin superieur", einem „vin non-chaptalise" oder einer „recolte tardive" zu tun hat.
Für manchen Deutschen dagegen war es neu, daß unser „Weißburgunder" mit einem französischen Burgunder nichts zu tun hat, sondern daß er dort dem „Pinot blanc" entspricht.
Daß schon bei Nummer drei in die Spätlesen eingestiegen wurde, war Geschmackssache. Schade nur, daß unser „König Riesling" nicht vertreten war.

Quelle: Rheinpfalz vom 03.01.1978


Zollbeamte "prüften" Pfälzer Wein


Für ein paar Stunden waren Besoldungsfragen und das ernste Problem Innere Sicherheit vergessen. Die Mitglieder des Hauptvorstandes des Bundes der Deutschen Zollbeamten, die in Neustadt tagten (wir berichteten ausführlich darüber), nahmen im FFN-Keller kräftig "einen zur Brust". Die Feucht-Fröhlichen kredenzten eine Weinprobe, als "Unterlage" gab es ein kaltes Buffet. Daß sich die Zöllner aus der ganzen Bundesrepublik bestens amüsierten, versteht sich von selbst. Unser Bild: Ein Prost mit den Pfälzer-Wein-Spezialitäten

Quelle: Rheinpfalz vom 21.02.1978
Foto: B. Franck


FFN seit 25 Jahren ein selbständiger Verein

In diesem Jahr feiert einer der bekanntesten und beliebtesten Vereine in Neustadt, der »FFN« (Verein »Feucht-Fröhliche Neustadter«), sein 25jähriges Namensjubiläum und lädt aus diesem Anlaß zu einem »Tag der offenen Tür« ein. Während dieser Veranstaltung, die im einzigartigen »Partnerschaftskeller« und den zugehörigen Räumen im Bürgerhaus in der Fröbelstraße von 10 bis 18 Uhr stattfindet, wird in Wort und Bild über die Tätigkeit der FFN informiert. Pressedokumentationen, Dias und Filme geben Aufschluß über das Wirken in den letzten 25 Jahren. Damit auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt, werden Miniweinproben, Schoppenweine und Imbisse angeboten. »FFN«! Ein Name der nicht nur in Neustadt und der Pfalz, sondern auch weit über die Grenzen unserer Heimat hinaus bekannt geworden ist.
Dieser Verein ist vielen Neustadtern schon seit Jahren ein Begriff und macht nicht nur seinem Namen alle Ehre, sondern dient Stadt und vielen Menschen aus nah und fern.
»FFN« - »Feucht-Fröhliche-Neustadter«!  Ein etwas eigenartiger Name für eine Vereinigung   von   Männern aller Altersklassen, sozialer Schichten   und   mit   mehr oder weniger ausgeprägten Eigenschaften. Dieser lustige Name gibt nicht nur Aufschluß über die »ausnahmslose« Tätigkeit dieser Vereinigung, sondern deutet auf den Ursprung dieses Vereins hin.
1949 hervorgegangen aus dem Karnevalverein Neustadt, begannen damals junge Mitglieder dieser Faschingsgesellschaft sich als »Jungelferrat« zu profilieren und an die Öffentlichkeit zu treten.
Noch einige Jahre unter der Obhut der Karnevalisten wurde der »Jungelferrat« allmählich flügge und gründete im Jahre 1953 einen eigenständigen Verein, die »FFN«!
Anfänglich noch stark dem Fasching verbunden, wurden Ziele und Taten immer umfangreicher. Heute dient der Verein »Feucht-Fröhliche-Neustadter e.V.« ausschließlich gemeinnützigen Zwecken:
Pflege heimatlichen Brauchtums.
Durchführung von Veranstaltungen und Treffen mit Partnerschaftsstädten. Mitwirkung beim Winzerdorf, am Altstadtfest, der Stadtschlüsselübergabe und sonstigen bodenständigen Veranstaltungen.
Die Gestaltung repräsentativer Empfänge der Stadt Neustadt sowie die Alten-und Sozialbetreuung gehören ebenfalls zu den Aufgaben des Vereins. Wer könnte sich die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Lincoln und Neustadt ohne die Initiative der »FFN« vorstellen? Was wäre das Weindorf ohne die »FFN«? Alles Fragen die ein »echter Neustadter« sehr gut beantworten kann.

Quelle: Stadtanzeiger vom 06.07.1978


FFN: Tag der offenen Tür

Zum 25jährigen Namensjubiläum stellt sich der Verein vor

Ein besonderes Jubiläum feiern in diesem Jahr die „Feucht-Fröhlichen Neustadter": Sie tragen seit 25 Jahren den Namen „FFN", nachdem sie aus dem 1949 gegründeten Jungelferrat des Neustadter Karnevalvereins hervorgegangen waren. 1953 waren sie dann als eigenständiger Verein gegründet worden (wdl).
Anfänglich noch stark der Fastnacht verbunden wurden Ziele und Aktivitäten des Vereins immer umfangreicher und heute sind sie daher aus dem Neustadter Vereinsleben nicht mehr hinwegzudenken. Pflege heimatlichen Brauchtums, Veranstaltungen und Treffen mit Partnerschaftsstädten, Mitwirkung beim Weindorf am Weinlesefest, am Altstadtfest, Stadtschlüsselübergabe und sonstigen bodenständigen Veranstaltungen sowie Mitarbeit bei repräsentativen Empfängen der Stadt machten die FFN bald auch über Neustadt und die Pfalz hinaus bekannt. Auch Alten- und Sozialbetreuung gehören zu den Aufgaben des Vereins.
Die „Feucht-Fröhlichen", deren Aktivitas aus 30 Personen besteht, brachten es sogar fertig, daß inzwischen eine gleichnamige Sektion in der englischen Partnerstadt Lincoln besteht. Der Pflege dieser Partnerschaft gilt überhaupt der besondere Einsatz dieser Männer.
Es vergeht kaum ein Jahr, wo nicht mal hüben, mal drüben die schon intensiven freundschaftlichen Bande immer wieder vertieft und erneuert werden.
Was lag nun für die rührige Vereinigung näher, dieses Jubiläumsjahr zu einem „Tag der offenen Tür" zu benutzen, um nun auch der breiten Öffentlichkeit das Punkstück der FFN, den Partnerschaftskeller und die zugehörigen Räume im Bürgerhaus in der Fröbelstraße einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen?
Dieser Tag ist am morgigen Samstag, an dem von 10-18 Uhr die obengenannten Räumlichkeiten jedermann offenstehen, um sich einen Eindruck von der Arbeit der FFN zu verschaffen. Bild- und Pressedokumentationen, Dia-Schauen und Filme sollen jedem Besucher die vergangenen 25 Jahre lebendig vor Augen führen. Und damit die Sache nicht allzu trocken abläuft, werden Mini-Weinproben, Schoppenweine und Imbisse angeboten. Mitglieder der Feucht-Fröhlichen Neustadter stehen den Tag über zu Auskünften und Führungen bereit Jeder soll sehen können, was in diesem Verein passierte und heute noch intensiver geschieht..
Wie Präsident Alfred Schilling in einem Gespräch mit der RHEINPFALZ betonte, ist der Andrang zur Aktivitas stark. Eine Warteliste beweist das. Aber die Zahl 30 soll nicht überschritten werden.

Quelle: Rheinpfalz vom 07.07.1978


Blick hinter die FFN-Kulissen

500 Besucher beim "Tag der offenen Tür" der Feucht-Fröhlichen Neustadter - Vor 25 Jahren gegründet

Man hatte schon so manches gehört über diesen Renommierkeller, in dem die Stadt, wenn's darum geht, Empfängen und Gesprächen eine besondere persönliche Note zu geben, ihre Gäste von 30 Männern bewirten läßt in Grün und Schwarz und mit dem Neustadter Löwen wie ein Bekenntnis auf der Brust. Es sind Idealisten, die man getrost als ausgezeichnete Repräsentanten der Stadt bezeichnen kann (hi).
Diesen Keller haben sie von der Stadt als Geschenk erhalten, unter immensem Aufwand ausgebaut, hier halten sie ihre Clubabende und Vereinsversammlungen ab - und diesen „Partnerschaftskeller" halten sie als Gegenleistung auch zu Repräsentationsveranstaltungen ihrer Heimatstadt offen (mit ihren guten Diensten als Dreingabe).
Jetzt war aus Anlaß des 25jährigen Bestehens dieser Vereinigung der Feucht-Fröhlichen Neustadter (FFN) Gelegenheit für alle, hier bei Wein und geselligem Gespräch ein bißchen von der Atmosphäre mitzuempfinden, welche sonst die Gäste der Stadt immer wieder gefangennimmt.
Zunächst allerdings stoppte das herbstliche Juliwetter jeglichen Wissensdrang. Mit „trostlos" kennzeichnete FFN-Präsident Alfred Schilling die Situation vom Vormittag. Mit zunehmender Dauer des »Tag der offenen Tür" kamen immer mehr, und am Ende mögen es doch 500 gewesen sein, die sich hier umsahen, eine Weinprobe - Kabinett, Spätlese und Auslese aus Neustadter Lagen - zu sich nahmen, sich mit Filmen und Dias oder mit den ausliegenden zahlreichen Dokumentationen ein Bild vom reichen Innenleben dieser Vereinigung machten, die sich die Aufgabe gestellt hat, Partnerschaften und heimatliches Brauchtum zu pflegen, für ihre Heimatstadt und zu Ehren des Pfälzer Weines zu wirken. Ihr Weg hat sich auch schon weit hinausgeführt, bis nach Istanbul beispielsweise, nach Tokay in Ungarn und natürlich auch nach Lincoln.
Unter den gezeigten Raritäten war eine Flasche Lincoln-Wein aus jenen Reben, welche die FFN vor Jahren im Schatten der Kathedrale der Neustadter Partnerstadt gepflanzt hatte.
Beigeordneter Georg Jungmann überbrachte dem Jubilar die Grüße des erkrankten Oberbürgermeisters. Mit unter den Gästen waren auch sein Amtskollege Ulrich Framenau sowie Vertreter des Karnevalvereins 1840, der Feuerwehr, des Pfälzerwaldvereins, der Singenden Elf und der politischen Parteien und Gruppen im Stadtrat, ferner ein Großteil der Ortsvorsteher und zahlreiche alte Aktiven der FFN, die 1949 schon im Jung-Elferrat, jener „Keimzelle" der FFN, dabei waren und zum Teil beruflich außerhalb der Landesgrenzen wohnen, wie beispielsweise der Ex-Vizepräsident Willi Klein, Memmingen, und Ehrenpräsident Hermann Bach, Mönchengladbach. Und im Gedenken an das verstorbene Ehrenmitglied Karl Schleichert waren draußen der von ihm gestiftete Weinpavillon und seine alte Kutsche wieder „flottgemacht".


Trotz des schlechten Wetters konnten die „Feucht-Fröhlichen" mit der Besucherzahl am „Tag der offenen Tür" zufrieden sein. Mehr als 500 Bürger informierten sich über die Geschichte der FFN und bestaunten den Partnerschaftskeller, den die Männer selbst ausgebaut hatten. Eine Dokumentation über die FFN fand viel Anklang (unser Bild, rechts der „Boß" Alfred Schilling). An einem Stand im Freien gab es Wein und Würste zu Preisen wie vor 25 Jahren: Alles kostete jeweils eine Mark.

Quelle: Rheinpfalz vom 11.07.1978
Foto: B. Franck


In "de Haiselcher" ist das Weinlesefest eingeläutet

Bombenstimmung am Freitag beim internen Auftakt im Weindorf

Das Deutsche Weinlesefest ist eröffnet, inoffiziell natürlich, auf dem „heimlichen Festplatz" am Saalbau: „Die Haiselcher sin uff". Am Freitagabend fiel traditionsgemäß der Startschuß im originellsten Weindorf der Bundesrepublik. Wie es Brauch ist, hatten die einzelnen „Inhaber" - sprich Vereine und Organisationen - Ehrengäste, Freunde, Mitglieder, „Stamm-Hocker", zu sich gebeten, um die zweieinhalb-wöchige Runde einzuläuten; um vorzustellen, was man in diesem Jahr den Gästen anzubieten hat (no/ims/wdl).
Stimmung: Überall bombig. Wie sehr „die Haiselcher ziehen" war unverkennbar: Viele Weinfreunde mußten abgewiesen und auf den Samstag vertröstet werden, die glaubten, die Wein-Heime seien bereits für alle geöffnet. Am Wochenende dagegen konnte man die Anziehungskraft des Weindorfes wieder hautnah erleben: Die Wein- und Weinfest-Hungrigen stürmten ihr liebstes Jahres-Domizil.
Bei den Feucht-Fröhlichen Neustadtern war besonderer Grund zum Feiern: 25 Jahre ist es her, daß man den Begriff FFN - der inzwischen für Qualität bürgt - aus der Taufe hob. Proppenvoll war das Doppelhaus, als Alfred Schilling als Hausherr die Besucher willkommen hieß und dann „die Reservekompanien" starteten, um den Gästen knusprige Schweinshaxen und einen Ausschankwein zu servieren.
So gestärkt setzte die FFN die zweite Überraschung auf: Eine Weinprobe war vorbereitet, mit jeweils einer Kreszenz aus jedem deutschen Weinbaugebiet. Und so mittendrin wurde noch eine Ehrung „aufgetischt". 25 Jahre engagieren sich bereits Alfred Schilling und Herbert Kaul in der FFN, päppeln den Verein, lassen ihre Freizeit sausen, um für ihre Organisation da zu sein. Vizepräsident Manfred Aernecke hielt die Laudatio auf „die treue Finanz-Seele" (Kaul) und den Präsidenten (Schilling). Beide bekommen eine neu geschaffene Spange der FFN im Dezember nachgereicht, sie ist nicht rechtzeitig fertig geworden.
Oberbürgermeister Dr. Brix schaute beim FFN-Häuschen ebenso vorbei wie bei den anderen „Beschickern", im Gefolge der Künstler Gernot Rumpf, der den „Elwetritsche-Brunnen" im Marstallplatz geschaffen hat. Routiniert wie nicht anders bei dieser Zeremonie zu erwarten, stach der OB, gewandet in eine zünftige FFN-Schürze, das erste Faß Wein an; und sagte den beiden Jubiläums-Fröhlichen Schilling und Kaul Dank für die jahrelange Arbeit im Verein, vor allem aber auch, für die Unterstützung der Stadt, wenn es darum ging, im FFN-Keller Besucher-Delegationen zu bewirten und in die Weinwissenschaft einzuführen. Und unter starkem Beifall der etwa 300 Zuhörer stellte Dr. Brix heraus: „Das ist heute der Tag unseres Künstlers Gernot Rumpf.
Stilvoll war die Atmosphäre, geschmackvoll das Arrangement, als die „Woisträßler" ihren Einstand gaben und den Eröffnungsabend unter dem Motto „Gimmeldinger Wein zu Ehren der Pfälzer Weinkönigin Heidrun I." stellten. Überraschung, Freude und Dank löste die Verleihung des „Woisträßler"-Ordens bei der Pfalzwein-Königin aus, sie erhielt die Auszeichnung als erstes nicht-aktives Mitglied. Wer wie Heidrun seine ganze Arbeitskraft und Persönlichkeit ein Jahr lang ausschließlich in den Dienst des Pfalzweines gestellt hat, ist dieser hohen Ehre wert, lautete die Überlegung des Vorstandes der „Woisträßler", als man sich zu der Ehrung von Heidrun Winkelmann entschloß. Die Verpflichtung der Organisation liegt schließlich hauptsächlich darin, Pfälzer Wein und Landschaft bekannt zu machen.
Im Mittelpunkt stand dann eine Probe edler Kreszenzen aus elf Gimmeldinger Betrieben, die Dr. Jakob in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Gimmeldinger Verkehrsvereins besprach. Die Probe schloß harmonisch mit einem Gewächs aus dem Hause der Pfälzer Weinkönigin. Mit einem historischen Abriß bekundete Ortsvorsteher Herzog seine Liebe zum Weindorf und es gelang ihm, alle Zuhörer vom Gimmeldinger Fluidum zu überzeugen.
Stellvertretend für 26 aktive Mitglieder der „Woisträßler" (25 Männer und eine junge Dame) sei Wolfgang Rendel genannt, dessen Idee, mit diesem Abend Heidrun I. zu ehren, durch die Mithilfe aller - auch der im Hintergrund wirkenden Ehefrauen - verwirklicht wurde. Harmonie für die 17 Tage der Öffnung des „Haiseis" wünschten sich die „Woisträßler", was ihnen mit ihrem Potential an begeisterten Aktiven sicherlich gelingen wird. „Ohne zu strunze" meinte einer der Organisatoren, „wir haben es in unserm Haiselche doch gemütlich". Die Stimmung der Gäste war die beste Bestätigung dieser Prognose.
Hoch her ging es zum Festauftakt auch im Häuschen der „Singenden Elf", wo es für die geladenen Gaste traditionsgemäß eine elfteilige Weinprobe zu verkosten gab. Wie „S11"-Vorsitzender Heinz Dörr erläuterte, habe Vereinskellermeister Klaus Julier zusammen mit dem Direktor der LLFA, Dr. Karl Adams - der übrigens auch die interessante Probe besprach - diesmal Weine älteren Datums zusammengetragen. Es waren Kreszenzen der Jahrgänge 1963, 1967, 1970, 1971, 1972, 1973, 1974 wobei ein 1970er Gimmeldinger Herrgottsacker, Riesling Beerenauslese, die Spitze darstellte. Hervorzuheben die Frische des 63er Haardter Herzog, Kerner Kabinett - des „Jungfernweins" aus dem Gründungsjahr der „S11".
Dr. Adams war ein guter Führer durch die Probenfolge, wobei er seine Betrachtungen zu den einzelnen Weinen mit manchem Anekdötchen und weingeschichtlichen Bemerkungen zu würzen wußte. Die rechte Würze gaben dem kurzweiligen Abend aber noch zusätzlich die sangesfreudigen Mannen der „Singenden Elf, die zwischen den Proben ein wahres Feuerwerk ihres Repertoires abbrannten, wozu natürlich das „Haiselcher"-Lied, inzwischen schon so was wie ein Neustadter Weinfest-Schlager geworden, den stimmungsvollen Auftakt bildete. „Neuerscheinungen" gab's auch: „Riwwer uff Babylon" und einen Song auf die „Bora-Bora"-Melodie Tony Marschalls.
Daß bei solchem Schwung die Stimmung bald hohe Wellen schlug, versteht sich fast von selbst. Davon konnten sich auch Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Brix und die Pfälzer Weinkönigin Heidrun Winkelmann auf ihrer kurzen Stippvisite überzeugen, und ein unentwegter Weinbeißer meinte mit feuchtfröhlicher Zufriedenheit: „Wie schää, daß es widder losgeht - uff de Höhepunkt vum närrische Verteljohr zu..."


Fröhliche Gesichter bei der FFN: Geschäftsführer Klaus Malz, Herbert Kaul, Alfred Schilling , "Vize" Manfred Aernecke posten auf gutes Gelingen des "Haisel"-Festes

Quelle: Rheinpfalz vom 25.09.1978
Foto: B. Franck