Delegation aus Lincoln in Neustadt

Partnerschaft fördern

Neustadt. (dj) Seit der Begründung der Partnerschaft Neustadt-Lincoln im Jahr 1970 finden regelmäßig Begegnungen zwischen Vereinen statt, wie zum Beispiel der Liedertafel oder den Feuchtfröhlichen Neustadtern aber auch zwischen Privatpersonen und Offiziellen der Stadt. Diese Begegnungen finden turnusgemäß alle zwei Jahre, einmal in Neustadt und einmal in Lincoln, statt. Die Gäste sind, um den Gedanken der Partnerschaft zu fördern, alle auf privater Basis in Gastfamilien untergebracht. Als Gegenbesuch der Begegnung in Lincoln im April 94 kam jetzt für fünf Tage eine 43köpfige Delegation des Rates der Stadt Lincoln nach Neustadt. Für manche war es der erste Besuch in Neustadt, andere waren schon öfters hier gewesen. An der Spitze der Delegation stand Bürgermeister Anthony Morgan. Mit dabei waren auch der stellvertretende Vorsitzende des Rates von Lincoln und Vorsitzende des Partnerschaftskomitees, Councillor David Jackson mit Frau, sowie der Fremdenverkehrsdirektor und Partnerschaftsbeauftragte von Lincoln, Robin Rushton. Ein buntes Programm erwartete die Gäste; so fuhren sie zum Beispiel entlang der Südlichen Weinstraße nach Weißenburg, machten eine Stadtführung mit und wurden durch OB Dr. Weiler im Haus des Weines empfangen. Einer der schönsten Erlebnisse war für die englischen Gäste sicherlich das Sommernachtsfest der Liedertafel auf dem Haardter Schloß, das sie sehr begeisterte. Im Casimir-Saal saß man vor aller Wetterunbill geschützt, lachte, schunkelte und genoß den Pfälzer Wein. Der nächste Tag war noch einmal den Gastgebern gewidmet, abends traf man sich dann zu einem Abschiedsabend auf der Kropsburg. Am Montag fuhren die Gäste in aller Frühe von der Hauptfeuerwache ab - sie hatten schließlich noch eine lange Rückreise nach England vor sich.


Beim Sommernachtsfest der Liedertafel prostete man sich auf gute Partnerschaft zu.

Quelle: Stadtanzeiger vom 04.07.1996
Foto: Jakob


Schneemänner einträchtig neben Krokodilen

Unterhaltung bis zum Abwinken beim „Festival der Heiterkeit" in Neustadt - Akrobatik und Musik an jeder Ecke

NEUSTADT - Maskenumzug, mechanische Puppen, Akrobatik, Schubkarrenrennen, Musik und noch einiges mehr bekamen die Neustadter und ihre Gäste gestern in der City am zweiten Tag des Festivals der Heiterkeit geboten. Zwar waren die einzelnen Attraktionen nicht immer zur angekündigten Zeit an ihrem Platz, und einige, wie Stelzenläufer und Witzeerzähler, fehlten ganz. Doch insgesamt präsentierte sich die Innenstadt als buntes Kaleidoskop. „O, Schneemänner im Sommer, die schwitzen sicher", meinte ein Knirps angesichts der Schneemänner, die ebenso wie Krokodile, Zebras, Clowns, Hexen und Phantasiefiguren beim Maskenumzug durch die Fußgängerzone dabei waren. Viel Beifall gab es für die Akteure, die als mechanische Puppen eines Orchestrions eine Pantomime zeigten. Zu einem Treffpunkt der Kinderwagen entwickelte sich der Platz, auf dem das Trio „Hits für Kids" mit seinen schwungvollen Kinderliedern zum Mitwippen anregte. Viel Beifall gab es für die lustige und waghalsige Akrobatikshow von Noah Chorny. Geschicklichkeit und Schnelligkeit waren am Elwetritschebrunnen beim Schubkarren-Hindernisrennen des Vereins Feucht-Fröhliche-Neustadter gefragt. Zur Erlebnismeile wurde die Innenstadt auch dank der Tänzer des l. Neustadter Rock'n'Roll-Clubs, eines Marionettentheaters und des Duos „Spitz und Stumpf, das Kostproben seines Pfalzer Kabaretts gab. Wer sich von dem Trubel etwas erholen wollte, konnte im „Steinhäuser Hof den Melodien des Chores „Liedertafel" lauschen. Von Kindern bunt bemalte Vorhänge in den Straßen, im Wind flatternde Bänder, ein fast durchlaufendes Witzband in den Schaufenstern der. Geschäfte, Luftballons, Drehorgelspieler, wandelnde Lachsäcke und andere ungewöhnliche Figuren vervollständigten das bunte Bild. Einiges hatten sich auch zahlreiche Geschäftsleute einfallen lassen. So stand vor einem Laden der „fast perfekte Weihnachtsbaum": Er war mit Dekorationen für alle Jahreszeiten geschmückt.
Anne Ries


Der dumme August geht dieses Jahr als Schneemann. Beim Maskenumzug war das nur eine von vielen Kuriositäten.

Quelle: Stadtanzeiger vom 25.08.1996
Foto: Linzmeier-Mehn


Feucht-Fröhlicher Haiselcher-Auftakt

Fit für's Weinfest


Das FFN-Team ist für den Service im Woihaisel bestens gerüstet.

Neustadt. (hs) Wie immer am Tag vor der offiziellen Eröffnung der Haiselcher versammelten sich die Feucht-Fröhlichen-Neustadter (FFN) am vergangenen Freitagabend in ihrem Partnerschaftskeller in der Fröbelstraße, um im Kreise von Mitgliedern und Freunden mit einem stimmungsvollen Abend die "Weinfestzeit" einzuläuten, die ja für die aktiven Mitglieder auch reichlich freiwillige, aber nichtsdestoweniger strapaziöse Arbeitseinsätze im FFN-Weinhäuschen vor dem Saalbau bedeutet. Daß die Aktiven bestens gerüstet sind, bewiesen sie mit zügigem Servieren der ersten Getränke und des Essens. Mit köstlichem Lachs und grünen Nudeln stärkten sich die Besucher für die Verkostung der im FFN-Haiselche ausgeschenkten Weine.
FFN-Präsident Helmut Schuster begrüßte Mitglieder und Gäste, ließ in einem kurzer Rückblick die Aktivitäten dei FFN Revue passieren und ernannte Herbert Kaul zum Ehrenmitglied und zum Ehren-schatzmeister auf Lebenszeit. Herbert Kaul zählte 1952 zu den Gründungsmitgliedern der FFN und war bis zum 1.Januar 1996 aktives Mitglied und Schatzmeister der FFN, bevor er aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzer treten mußte. Er war also über einen Zeitraum von 44 Jahren eine zuverlässige Größe im Vereinsleben; es gibt wohl nicht viele Neustadter, die so lange als Aktivposten in einem Verein gewirkt haben. Schuster dankte Kaul im Namen der FFN mit einer Münze aus dem Jahre 1952 und wünschte ihm noch viele Jahre Gesundheit und Teilnahme am Vereinsleben.
Bei einer Tombola konnten sich viele Gäste über schöne Preise freuen, die allerdings den Abend größtenteils nicht überlebten. So wurde ein saftiger Schinken mit der Säge portioniert, viele Süßigkeiten fielen unter räuberische Schleckermäuler.


Helmut Schuster ernennt Herbert Kaul zum Ehrenschatzmeister.

Quelle: Stadtanzeiger vom 3.10.1996
Fotos: Schönig


Die Haiselscher sinn uff


Stimmung zwischen der elfteiligen Probe machte auf bewährte Weise die Singende Elf. Lieder und "Sprich" begeisterten das Publikum bei der Haisel-Eröffnungsfeier im Vereinshaus. Auf Probensprecher Dr. Karl Adams, der die Weine seit 23 Jahren lang für die S11 bespricht, wartete eine Überraschung. Der Verein überreichte "unserm Karl" als Dankeschön eine schöne, alte Flsache Portwein aus dem Jahr 1963 (so alt wie die S11 selbst).



Gesellige Gemütlichkeit bietet die Trachtengruppe Neustadt in ihrem Haisel zwischen Montag und Donnerstag bereits ab 11 Uhr, freitags ab 16 Uhr, samstags ab 14 Uhr. Am Sonntag, 6. Oktober bewirtet man Gäste ab 11 Uhr und am Umzugssonntag die Woche darauf schon ab 10 Uhr. Da die Trachtengruppe bei der Wahl der Deutschen Weinkönigin im Saalbau mitwirkt, ist das Weinhaus am 10. Oktober bereits ab 15 Uhr geschlossen. Einen Beweis ihres kulinarischen Könnens lieferte die Trachtengruppe bereits bei der inoffiziellen Eröffnungsfeier im Haisel. Die Weinprobe machte Lust auf das "Weinkarussell", das einen Überblick über die Schankweine verschafft.



In der Not schmeckt der Schinken auch ohne Brot. Not macht auch erfinderisch: Wenn sich der Hunger meldet, und kein Messer zur Hand ist, tut's auch eine Säge, dachten die Herren bei der FFN-Feier zum Weinfeststart. Es ging auch mit dem groben Werkzeug (aber nicht sehr gut). Wesentlich gefälliger zu handhaben als die Schinken-Säge war der Hammer für den Faßanstich. Der treffsichere Schwung gin den feucht-fröhlichen Neustadtern locker von der Hand.



Premiere feiert man im Haus der Mußbacher Eselshaut. Familie Ehresmann übernimmt in diesem Jahr erstmals die Bewirtschaftung des Weinhäuschens. Die in Sachen Bewirtung erfahrenen Haiselsche-Betreiber und ihre Helfer (Foto) kredenzen neben traditionellen Pfälzer Gerichten auch Flammkuchen und Pizza.
Reingeschnuppert und für gut befunden: die Gäste bei der internen Eröffnungsfeier im Ehresmann-Haisel "Mußbacher Eselshaut" waren begeistert.

Quelle: Stadtanzeiger vom 03.10.1996