Bahnhofsvorplatz wird Weinlesefeststätte

Vom 1. bis 11. Oktober in Neustadt - Angebote diesmal örtlich konzentriert

NEUSTADT (boe). Das Deutsche Weinlesefest wird in diesem Jahr vom 1. bis 11. Oktober in Neustadt auf dem Bahnhofsvorplatz gefeiert. Dazu wird der Busbahnhof verlegt. Dort wird es auch ein Festzelt, Schausteller und Fahrgeschäfte geben. Damit werden diesmal alle Angebote rund um den Saalbau konzentriert.

Das Weindorf, seit nun schon 40 Jahren beliebter Festbestandteil, wird bereits am Samstag, 25 September, geöffnet. Neu ist, dass die bewirtschafteten "Haiselscher" - deren Zahl sich auf fünf reduzierte - rund um einen "Dorfplatz" mit Programmbühne aufgestellt werden. Von dort überträgt Radio RPR mehrere Sendungen. Das Weinlesefest wird am Freitag, 1. Oktober, 18 Uhr, vor dem Saalbau eröffnet, in dem ab 19 Uhr die 6. Pfälzische Weinkönigin unter sechs Bewerberinnen ausgewählt wird.
Der "Deutsche Wein- und Sekttreff", bei dem Produkte aus allen deutschen Weinanbaugebieten verkostet werden können, ist von Donnerstag, 7. Oktober, bis Montag, 11. Oktober, auf dem dem Saalbau benachbarten Hetzelplatz angesagt.
Die 51. Deutsche Weinkönigin wird am Freitag, 8 Oktober, ab 19.30 Uhr im Saalbau gekürt Es kandidieren Vertreterinnen aller 13 deutschen Weinanbaugebiete. Die auf insgesamt 90 Minuten angelegte Wahl und Krönung wird ab 20.15 Uhr live übertragen im Fernsehprogramm von Südwest Rheinland-Pfalz und Baden Württemberg. Samstags lädt die Weinbruderschaft der Pfalz zur 35. großen Pfalzweinprobe mit 21 Weinen in den Saalbau ein. Am Sonntag, 10. Oktober, startet um 14 Uhr der Winzerfestzug mit voraussichtlich über 100 Wagen und Fußgruppen. Bis gestern hatten sich gut 80 Teilnehmer angemeldet, sagte die Geschäftsführerin der Neustadter Tourist, Kongress und Saalbau GmbH, Dagmar Loer. Am Montag, 11. Oktober, endet das Weinlesefest mit einem ab 21.30 Uhr aufsteigenden Feuerwerk.

Quelle: Rheinpfalz vom 10.9.1999


Dorfplatz-Atmosphäre am Brunnen

Haiselcher in neuer Formation


Der Rasen zwischen den Weinhäuselchen wird mit einem Holzboden abgedeckt; am unteren Rand zur Landauer Straße hin baut Radio RPR seine Bühne auf.

Neustadt. (hs) Die Haiselcher des Weindorfs zwischen Bahnhof und Saalbau werden in diesem Jahr in neuer Form aufgebaut: die verbliebenen fünf Fachwerk-Weinhäuselchen werden in Form eines Dorfplatzes mit Atrium rund um den Brunnen aufgestellt. Der Rasen wird mit Holzboden abgedeckt, damit der Rasen geschont wird und bei "tiefem Geläuf" niemand im Matsch stehen muß. Am unteren Rand zur Landauer Straße hin baut Radio RPR eine Bühne auf; hier gibt es an den Wochenenden ein Programm mit beliebten Moderatoren und bekannten Künstlern (der STADTANZEIGER wird rechtzeitig berichten). Bei der ersten Veranstaltung auf der Bühne ist am Eröffnungstag des Weindorfes gibt es am Sa., 25. September. von 19 bis 22 Uhr Musik und Unterhaltung mit den "Rieslingspatzen". Die Haiselcher am Saalbauvorplatz sind geöffnet ab Sa., 25 September bis einschließlich Mo., 11 Oktober.

Quelle: Stadtanzeiger vom 23.9.1999
Foto: Schönig


Spendable Feucht-Fröhliche-Neustadter


Helmut Schuster, Ray Crownshaw und Werner Maas

Lincoln. Bei ihrem diesjährigen Besuch, auf Einladung der Partnersection Lincoln, konnten die Feucht-Fröhlichen-Neustadter einen Betrag in Höhe von 1000 Mark der Section Lincoln für soziale Zwecke übergeben Der Betrag ist der Erlös aus verschiedenen Aktivitäten der FFN'ler.
Die Section Lincoln bereitete den Neustadter Freunden einen großartigen Empfang, der einher ging mit etlichen Exkursionen in und um Lincoln Nach drei Tagen hieß es wieder Abschied nehmen, der mehr als familiär gestaltet war, da viele FFN'ler die Verbindung zur Partnerstadt Lincoln insbesondere zur FFN Lincoln doch schon mehr als 20 Jahre erfolgreich aufrecht erhalten.

Quelle: Stadtanzeiger vom 23.9.1999


Traditionelle Haiselscher erstmals um Bahnhofsbrunnen gruppiert

Anheimelnde Dorfplatz-Atmosphäre


Auf dem Bahnhofsvorplatz, in unmittelbarer Nachbarschaft der "Haiselscher", locken Schaustellerbuden, Süßwarenstände, kleine und große Fahrgeschäfte und ein Festzelt.

Neustadt. (hs) Vom 1. bis zum 11 Oktober feiert Neustadt an der Weinstraße, die heimliche Weinhauptstadt Deutschlands (Neustadt ist größte weinbautreibende Gemeinde Deutschlands und nach Wien zweitgrößte in Europa), wieder das Deutsche Weinlesefest.
Traditionell werden aus Anlass dieses Erntedankfestes der Winzer in der Perle der Pfalz am 1. Oktober die Pfälzische Weinkönigin und am 8. Oktober die Deutsche Weinkönigin gewählt, wie immer in der "guten Stube" Neustadts, dem Saalbau.
Ein weiterer Höhepunkt ist Deutschlands größter Winzerfestumzug am Sonntag, 10. Oktober, zu dem wieder weit über 100000 Gäste erwartet werden.
Ebenfalls nach guter Tradition öffnen bereits eine Woche vorher die beliebten "Haiselcher". Das rustikale Pfälzer Weindorf, eben die berühmten Weinhäuselschen auf dem Platz zwischen Bahnhof und Saalbau, sind in diesem Jahr erstmals zu einem Rund mit Dorfplatzcharakter angeordnet.
Vor oder in den urgemütlichen Fachwerk-Häusern trifft man sich, trinkt einen Schoppen oder probiert ein Gläschen von den hervorragenden Weinen aus Neustadter Lagen. Dort präsentiert der Radiosender RPR ein buntes und abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit viel Musik und Unterhaltung. Wie immer gibts in den Haiselscher den Neuen Wein (Süßer, BitzIer und Federweißer), aber natürlich auch bereits ausgebaute Weine aus Neustadt und seinen Ortsteilen und Pfälzer Spezialitäten.
Das Winzerdorf wurde am vergangenen Samstag bei gutem Besucherzuspruch eröffnet. Die Resonanz auf die neue Anordnung der verbliebenen fünf Weinhäuselchen (dazu kommen ein Sektstand und verschiedene Imbißstände) war durchweg positiv. Als bewährte Stimmungskanonen sorgten die Rieslingspatzen gleich zum Auftakt dafür, daß kräftig mitgeschunkelt wurde.
Ab Donnerstag, 7. Oktober, können Weinfreunde beim mittlerweile vierten "Deutschen Wein und Sekttreff" auf dem neugestalteten Hetzelplatz direkt am Eingang zur Neustadter Innenstadt Weine und Sekt aus sämtlichen Deutschen Weinanbaugebieten sowie aus den neun Neustadter Weindörfern kosten. Für kulinarische Highlights sorgt der Männerkochclub St Jacques aus dem Neustadter Weindorf Hambach.
1999 ist das gesamte Deutsche Weinlesefest erstmals auf den Bereich zwischen Neustadter Hauptbahnhof und Hetzelplatz, dem Eingang zur Innenstadt konzentriert. Um so mehr lohnt es sich in diesem Jahr, mit Bus oder Bahn nach Neustadt an der Weinstraße anzureisen und sich direkt vor dem Bahnhof in den Weinfest-Trubel zu stürzen.
Mehr Informationen zum Deutschen Weinlesefest, zur Anreise mit dem öffentlichen Personen-Nahverkehr, Programm, Eintrittskarten zu verschiedenen Veranstaltungen sowie Informationen über Neustadt und seine Weindörfer gibt es bei der Tourist-Information Neustadt an der Weinstraße, Postfach 10 09 10, 67409 Neustadt an der Weinstraße, Telefon 06321-926892, Fax 926891; email: touristinfo@neustadtpfalz.com; Internet http//www.neustadt.pfalz.com.
Also auf zum Highlight der Weinfeste entlang der Deutschen Weinstraße, denn ein Besuch lohnt sich immer...

Quelle: Stadtanzeiger vom 30.9.1999


Feucht-Fröhlicher Haisel-Auftakt:

Originelles Ankeltern bei den FFN


Mit vereinten Kräften wurden die Trauben auf der Miniaturkelter ausgepreßt; der Traubensaft wurde im großen Bembel aufgefangen und verwandelte sich wie durch ein Wunder in köstlichen Neuen Wein.

Neustadt. (hs) Wie es schon seit vielen Jahren gute Tradition ist, luden die Feucht-Fröhlichen- Neustadter (FFN) am Abend vor der offiziellen Eröffnung der Haiselcher Mitglieder und Freunde ein, im Partnerschaftskeller in der Fröbelstraße in geselliger Runde gemeinsam die Weinfestzeit einzuläuten Mit einem guten Essen sollten zugleich die aktiven Mitglieder, ihre Frauen und freiwillige Helfer/innen für die bevorstehenden strapaziösen Tage beim Dienst im FFN-Haisel gestärkt werden: einschließlich Auf- und Abbau sind fünf Wochen harten Einsatzes gefordert, zumal das Aktiven-Team durch einige krankheitsbedingte Ausfälle geschwächt ist. Das FFN-Haisel steht übrigens als einziges auch im Rahmen der Neukonzeption des Weindorfes als geschlossene Formation mit Dorfplatzcharakter rund um den Brunnen nach wie vor an aiter Stelle und bildet so eine Art Brücke zum Saalbauvorplatz.
An diesem Abend wurden auch wieder die im FFN-Haisel ausgeschenkten Weine vorgestellt, die im Vorfeld wie immer in verdeckter Probe ausgesucht worden waren. Einmal mehr werden die Gäste bei den FFN wählen können unter hervorragenden Rot- und Weißweinen und Weißherbst in verschiedenen Geschmacksrichtungen und Qualitätsstufen; in diesem Jahr werden erstmals auch Flaschenweine angeboten. Nach dem Aufgalopp mit gemütlichem Warmlaufen in der ersten Woche werden in der Weinlesefest-Hauptzeit vom Freitag, 1. Oktober, bis einschließlich Montag, 11. Oktober, alle Haiselcher ab 11 Uhr geöffnet sein. Die FFN'ler bieten dann zusätzlich zum Speisenangebot ein täglich wechselndes Mittagessen.
Der FFN-Abend bietet auch immer den ansprechenden Rahmen, um langjährige Mitglieder, die einen runden "Geburtstag" haben, für ihr Engagement zu ehren. Heuer konnte FFN-Präsident Helmut Schuster Helmut Fecht für offiziell dreißigjährige aktive Mitgliedschaft ehren; in Wirklichkeit war er als absoluter Fachmann schon beim ersten Aufbau des FFN-Haisels vor 40 Jahren mit vollem Einsatz dabei und kennt bis heute jeden einzelnen Balken mit Vornamen. Für zehn Jahre aktive Mitgliedschaft wurde Kai Kreitmann geehrt, für 35 Jahre passive Mitgliedschaft Manfred Bieble und Helmut Bächle.
"Es ist nicht leicht, wenn man heute Verein sein will!", mit diesen Worten verdeutlichte FFN-Präsident Schuster die Tatsache, dass den Vereinen immer mehr Steuerlasten auferlegt werden. Dennoch lassen sich die FFN es nicht nehmen, jedes Jahr den aufgerundeten Erlös aus dem Eröffnungsabend (ein kleiner Obolus für Essen und Wein ist erwünscht) für einen guten Zweck zur Verfügung zu stellen. In diesem Jahr konnten Helmut Schuster und Harry Henkel einen Scheck über 2.000 Mark an Luise Etschmann und Liselott Teubert von der Selbsthilfegruppe Frauen nach Krebs überreichen Die Spenden aus dem diesjährigen Abend erbrachten 673 Mark, die auch wieder aufgerundet einer gemeinnützigen Einrichtung zugute kommen werden.
Höhepunkt des Abends war das Ankeltern des neuen Weins mittels einer von Hubert Polster eigens konstruierten Minikelter, für die der findige Fachmann kurzerhand eine Wasch-maschinentrommel und einen Wagenheber umfunktionierte. Zwar gab es bei der Premierenpressung einige Probleme (ganze, d. h. nicht vorher gemahlene Trauben sind erstaunlich stabil), aber mit vereinten Kräften brachte man den Traubensaft zum Laufen, der im großen Bembel aufgefangen wurde. Wie durch ein Wunder verwandelte sich der Most im Handumdrehen zu köstlichem Neuen Wein, der danach die Runde machte Bei Musik von Willi Krieg auf dem Akkordeon und heiteren Liedern und Gedichten von Herbert Schreiber saß man noch lange beisammen, bis die Pflicht zum Aufbruch rief: schließlich wartete am Samstag der erste Einsatz im FFN-Haisel.


In diesem Jahr konnten Helmut Schuster und Harry Henkel einen Scheck über 2.000 Mark an Luise Etschmann und Liselott Teubert von der Selbsthilfegruppe Frauen nach Krebs überreichen.

Quelle: Stadtanzeiger vom 30.9.1999
Fotos: Schönig


Jubiläum beim Weinlesefest:

40 Jahre Pfälzer Winzerdorf


Das Foto zeigt den Aufbau des FFN-Haisels im Jahre 1960

Neustadt. (hs) Das originelle Pfälzer Winzerdorf am Bahnhof, auch "Haiselcher" genannt, öffnet bis einschließlich 11. Oktober wieder seine Pforten. Es bietet ausgesuchte Pfälzer Weine aus besten Lagen und Spezialitäten der Pfälzer Küche. Die urgemütlichen Fachwerkhäuser sind Treffpunkt für Weinfreunde und Kenner aus nah und fern Dieses Jahr können die Besucher in fünf "Haiselcher" einkehren und so manches Schöppchen Riesling oder auch den leckeren Federweißen genießen.
Das Winzerdorf wird von verschiedenen Neustadter Vereinen seit Jahren mit viel Fleiß aufgebaut und bewirtschaftet. Die Geschichte belegt, dass im Jahre 1937 erstmalig ein großes Weindorf für zwei Tage auf dem Bahnhofsvorplatz aufgebaut wurde und dies vorwiegend dem Zweck der regionalen Weinwerbung diente. Während des II. Weltkrieges wurde das Festgeschehen eingestellt.
Der Verein Feucht Fröhliche Neustadter (FFN) griff 1959 die Idee der Haiselscher wieder auf und stellte auf dem Bahnhofsvorplatz als einzigster Verein ein kleines Haisel auf.
Von März bis Oktober 1960 wurde von diesem Verein das erste Winzerhaus, wie wir es in der heutigen Form kennen, gebaut: in 3.100 Arbeitsstunden an 60 Arbeitstagen werkelten die Vereinsmitglieder, zur Holzgewinnung wurden zwei stadteigene Baracken in der Siedlerstraße abgerissen. Die Stadt Neustadt an der Weinstraße stellte sowohl den Feucht Fröhlichen Neustadtern wie auch der Neustadter Trachtengruppe ein zweites Haus zur Verfügung, somit entstanden die sogenannten "Doppelhäuselchen". Bedingt durch den Umbau des Bahnhofsvorplatzes mit seinen Bushaltebuchten im Jahre 1963 erfolgte die Verlagerung des Standortes auf die "Hundewiese" bei der Post. Im Zuge der Erweiterung des Winzerdorfes wurden 1971 die Haiselscher auf den heutigen Standort am Saalbauvorplatz verlegt. Dabei wurde durch die Freiwillige Feuerwehr Neustadt und den Gesangsverein Geinsheim das Winzerdorf mit je einem Haisel vergrössert. Der damalige Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Brix stellte dem Winzerdorf einen Torbogen zur Verfügung, der zwischen den Häuselchen der Feucht Fröhlichen Neustadter und der Trachtengruppe aufgestellt wurde. 1973 stellten der Verein "Singende Elf", die "Woisträßler" und die Mußbacher weitere Haiselscher auf und im Jahre 1974 beteiligten sich weiterhin der VfL Neustadt sowie der Schützenclub Lachen-Speyerdorf am Festgeschehen. Diese Höchstzahl bröckelte im Laufe der Jahre leider nach und nach wieder ab, in erster Linie, weil es den Vereinen nicht mehr gelang, ausreichend freiwillige Helfer für den strapaziösen Schichtdienst in den Haiselcher zu gewinnen, die steuerlichen Auflagen für die betreibenden Vereine taten ein übriges.
Um so erfreulicher, dass auch in diesem Jahr wieder viele Helfer/innen der Neustadter Vereine Trachtengruppe Neustadt, Singende Elf und Feucht-Fröhliche-Neustadter, die Freiwillige Feuerwehr die Metzgerei Markus Hauck die Neustadter Bürger und viele Gäste aus nah und fern verwöhnen werden. Dazu kommen ein Sektstand und verschiedene Imbißstände mit Pfälzer und anderen Spezialitäten sowie die beliebten heißen Maroni, frische Brezeln und Flammkuchen.
Erstmalig wird in diesem Jahr direkt im Winzerdorf eine Programmbühne aufgebaut. Die einzelnen Veranstaltungstermine sind im Weinfest-Flyer der Neustadter Tourist-Info aufgeführt und werden soweit bekannt im STADTANZEIGER vorangekündigt.


Bedingt durch den Umbau des Bahnhofsvorplatzes mit neuen Bushaltebuchten im Jahre 1963 erfolgte die Verlagerung des Standortes auf die "Hundewiese" bei der Post.

Quelle: Stadtanzeiger vom 30.9.1999