Lincolner Bürgermeister zu Besuch

Neustadt. Bürgermeister Hilton Spratt wurde von Oberbürgermeister Hans Georg Löffler im Ramada Hotel am vergangenen Montag herzlich willkommen geheißen. Spratt, der im Hauptberuf Dozent an einem College ist und zum ersten mal in Neustadt zu Gast war, wurde begleitet von Mayoress Mrs. Joan Daley, dem Verwaltungschef der Stadt Lincoln Andrew TayIer und der Partnerschaftsbeauftragten Kate Fenn. Am Donnerstag reiste die Gruppe wieder nach Hause zurück. Der Lincolner Bürgermeister hat nach der Verfassung eine hauptsächlich repräsentative Funktion und ist jeweils ein Jahr lang im Amt. Er berichtete dem Oberbürgermeister, dass er in der letzten Woche die Lincolner Schulen besucht hatte und dabei den Schülerinnen und Schülern einen Tag freigab. Dies sei alte Tradition und er trage dabei seine Robe mit Amtskette und Ring. Der OB ulkte, dass er sich dies für den Wahlkampf im nächsten Jahr vormerken sollte. Ein ernsteres Thema waren die rund 140 Kameras, die in der Lincolner Innenstadt installiert sind. Deren Daten werden einen Monat gespeichert. Von einer Zentrale aus beobachten ständig Mitarbeiter die Bildschirme. Sie können die Geräte auch bewegen bzw. zoomen. "Die Kameras geben den Leuten Sicherheit und helfen mit, Verbrechen zu verhin- dern", sind sich der Verwaltungschef und der konservative Bürgermeister einig. Die jährlichen Betriebskosten für diese technische Einrichtung belaufen sich auf gut 530.000 Euro.

Berichtet hat Bürgermeister Spratt auch darüber, dass es mit einem Lincolner Restaurant einen Interessenten gebe, Wein aus dem von der FFN vor Jahren angelegten Weinberg in der Nähe der Kathedrale auszuschenken. Wichtig sei allerdings, so Partnerschaftsbeauftragte Kate Fenn, neue Reben für den Weinberg zu be- kommen. Der städtische Partnerschaftsbeauftragte Peter Fröhlich hat die Gruppe während ihres Aufenthaltes betreut und auch einige touristische Programmpunkte, wie eine Fahrt nach Straßburg, eine Erkundung der Weinstraße oder eine Sektprobe durchgeführt.


Oberbürgermeister Löffler (Mitte) im Kreise der Delegation aus Lincoln.

Quelle: Neustadter Nachrichten vom 23.02.2008


„Benefiz für Kids" hilft Neustadter Kindern in Not


Anläßlich der 35-jährigen Partnerschaft FFN - Lincoln organisiert der Verein die Benefizveranstaltung auf dem Kartoffelmarkt.

Neustadt. Die Feucht-Fröhlichen-Neustadter (FFN) laden am Samstag, 7. Juni auf den Kartoffelmarkt am Paradiesbrunnen zu einer Wohltätigkeitsveranstaltung unter dem Motto „Benefiz für Kids" ein. Mit dem Erlös der Veranstaltung soll Neustadter Kindern in Not helfen geholfen werden. Zwischen 10 und 23 Uhr können sich die Besucher auf ein vielfältiges buntes Programm freuen: Die Musikvereine Unterweissach und Reichenbach, die Dudelsäcke der „Ben Donar Pipes and Drums", das Pfälzer Duo „Anni und Moni", die Sänger Anton aus Tirol und Wolfgang W. sowie die Band „Special Guest" unterstützen die FFN-Aktion, übernehmen die musikalische Gestaltung und halten für jeden Geschmack etwas bereit. Kinderschminken, Torwandschießen, und der Zauberer Wolfgang Blesinger unterhalten Groß und Klein. Tische und Bänke laden zum Verweilen, ein, auch ein Plätzchen im Schatten lässt sich finden. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Alko- holfreie kalte Getränke, Kaffee, Tee, Prosecco, Sekt, Bier und Wein stehen bereit. Gegen den kleinen und großen Hunger bieten die FFN Kuchen, Brötchen, Woiknorze, Rieslingschinken und Spießbraten an. Die FFN-Section Lincoln unterstützt dabei die Feucht-Fröhlichen-Neustadter tatkräftig. Mit 13 Personen reist der Club aus der englischen Partnerstadt an, um sich hier für bedürftige Kinder zu engagieren. Im Gepäck bringen sie als Besonderheit Lincolner Spezialitäten mit.

Quelle: Neustadter Nachrichten vom 30.05.2008


Arme Kinder sollen Schulsachen erhalten

Wohltätigkeitsaktion auf dem Kartoffelmarkt

Am Samstag soll ein buntes Programm möglichst Hunderte von Besuchern auf den Kartoffelmarkt locken. Das hofft der Verein "Die Feucht-Fröhlichen Neustadter" (FFN). Er veranstaltet ab 10 Uhr eine Veranstaltung "FFN-Benefiz für Kids". Damit soll Geld eingenommen werden, mit dem Neustadter Kinder in Not unterstützt werden sollen. FFN-Präsident Werner Maas hat gehört, dass bedürftige Familien, die von Sozialgeld leben müssen, manchmal nicht genug Geld haben, um ihren Kindern Schulsachen zu kaufen. Vor allem die Schulbücher sind ja sehr teuer. Der Vorstand des Vereins hat deshalb beschlossen, eine Wohltätigkeitsveranstaltung zu machen. Das Geld, das dabei eingenommen wird, soll Kindern zugute kommen. Sie erhalten Gutscheine, die sie in Geschäften gegen Schulbücher, Hefte und Stifte eintauschen können. Buchhandlungen und Papierwarengeschäfte wollen weitere Spenden dazugeben. Der Eintritt auf den Kartoffelmarkt hinter der Stiftskirche ist frei, und die Künstler treten auf, ohne Geld zu verlangen. Der Verein FFN will hauptsächlich mit dem Verkauf von Speisen und Getränken Geld einnehmen. Es gibt aber auch Mitmachaktionen wie Torwandschießen und Kinderschminken; wenn Ihr dabei mitmachen möchtet, bittet der FFN-Verein um eine kleine Geldspende. Die Benefizaktion wird eröffnet von den Musikvereinen Unterweissach und Reichenbach. Danach spielt die Dudelsack-Band "Ben Donar Pipes & Drums". Der Dudelsack ist ein altes Instrument, das in Schottland oft gespielt wird. Den FFN gibt es auch in Neustadts englischer Partnerstadt Lincoln. Von dort kommen ebenfalls Besucher. Sie bringen unter anderem original Lincolner "Sausages" (Würstchen) mit. Die FFN und ihre englischen Freunde engagieren sich seit vielen Jahren für gute Zwecke in Neustadt und Lincoln. Musiker verzichten auf GageAm Nachmittag ab 14 Uhr treten abwechselnd die Sänger Wolfgang W., das Pfälzer Duo Anni & Moni und ein Anton aus Tirol auf, außerdem der Zauberer "Blesini". Der Sänger Wolfgang W. (Weber) ist gebürtiger Neustadter, das Pfälzer Duo Anni Wagner-Bläse und Moni (Irma Wieser) ist in Weidenthal beziehungsweise Lambrecht zu Hause. Der Anton aus Tirol heißt wirklich Harry Anton Schagerl, stammt aus Tirol und wohnt jetzt in Jockgrim. Der Zauberer "Blesini" heißt in Wirklichkeit Michael Blesinger und kommt aus Neustadt. Am Abend spielt die Rock-Gruppe "Special Guest". (awk)

Quelle: Rheinpfalz vom 04. 06. 2008


Feucht-Fröhliche Neustadter & Friends

FFN mit Benefiz für Kids

Neustadt. (hs) Am Samstag, 7. Juni, findet auf dem Kartoffelmarkt am Paradiesbrunnen in Neustadt unter dem Motto „Benefiz für Kids" eine Wohltätigkeits-veranstaltung der „Feucht-Fröhlichen Neustadter" (FFN) statt. Die FFN laden an diesem Tag ein und organisieren ein großes Fest, mit dessen Erlös sie Neustadter Kindern in Not helfen möchten. Von 10 bis 23 Uhr können sich die Besucher auf ein vielfältiges buntes Programm freuen: Die Musikvereine Unterweissach und Reichenbach, die Dudelsäcke der Ben Donar Pipes and Drums, das Pfälzer Duo Anni und Moni, die Sänger Anton aus Tirol und Wolfgang W. sowie die Band „Special Guest" unterstützen die FFN-Aktion, übernehmen die musikalische Gestaltung. Kinderschminken, Torwandschießen, und der Zauberer Wolfgang Blesinger unterhalten Groß und Klein. Tische und Bänke laden zum Verweilen ein (auch ein Plätzchen im Schatten lässt sich finden). Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt, alkoholfreie kalte Getränke, Kaffee, Tee, Prosecco, Sekt, Bier und Wein stehen bereit, Gegen den kleinen und großen Hunger bieten die FFN Kuchen, Brötchen, Woiknorze, Rieslingschinken und Spießbraten an. Freunde von den FFN / Section Lincoln unterstützen sie tatkräftig. Mit dreizehn Personen reist der Club aus der englischen Partnerstadt Neustadts an, um sich hier für bedürftige Kinder zu engagieren. Im Gepäck bringen sie als Besonderheit Lincolner Spezialitäten mit.


Am Paradiesbrunnen auf dem Neustadter Kartoffelmarkt veranstalten die „Feucht-Fröhlichen Neustadter" (FFN) eine Wohltätigkeitsveranstaltung unter dem Motto „Benefiz für Kids" für notleidende Kinder.

Quelle: Stadtanzeiger vom 05.06.2008


Hilfe aus Lincoln gegen Kinderarmut

Feucht-Fröhliche Neustadter für guten Zweck aktiv

Bei einer großen Benefizveranstaltung zugunsten von Kindern in Not am vergangenen Samstag von 10 bis 18 Uhr auf dem Kartoffelmarkt haben die Veranstalter mehr als 2000 Euro für den guten Zweck eingenommen. Das Geld soll Kindern armer Familien für die Beschaffung von Schulmaterial zugute kommen.
Organisiert wurde die Aktion "Benefiz für Kids" vom Verein "Feucht Fröhliche Neustadter" - kurz FFN - mit 80 Helfern und dessen Tochterverein FFN Sektion Lincoln aus der englischen Partnerstadt. Zwölf Engländer waren eigens angereist, um Spezialitäten ihrer Heimat wie "Lincoln Sausages" anzubieten.
Bei "Benefiz für Kids" ging es darum, Geld für Büchergutscheine für Kinder zu sammeln, deren Eltern sich keine Schulausstattung für ihren Nachwuchs leisten können, weil "offensichtlich immer mehr Kinder ohne Bücher, Hefte und andere notwendige Schulsachen zum Unterricht erscheinen", berichtete Angelika Wilde-Kaufhold, die die Künstler für das angebotene Unterhaltungsprogramm organisiert hatte.
Neben den Musikvereinen Reichenbach, Unterweissach und Sängern wie Sigi, einem ehemaligen Boxweltmeister aus Speyer, sowie Wolfgang W. aus Rheinzabern gab auch das Duo Anni und Moni aus Weidenthal ihr Können mit Schlager- und Konzertmusik zum Besten. Einen Auftritt hatten auch die Dudelsackbläser der "Ben Donar Pipes & Drums", zudem der Zauberer Michael Blesinger, der für seine Zaubershows mit komödiantischem Einschlag bekannt ist.
Ein Auftritt der Rockgruppe "Special Guests" von der Südlichen Weinstraße fiel ins Wasser, da die Veranstaltung etwa um 18 Uhr wegen Regens abgebrochen werden musste.
Für die kleinen Gäste wurden Kinderschminken und - passend zum Auftakt der Fußball-Europameisterschaft - Torwandschießen angeboten. Die Tische auf dem Kartoffelmarkt waren stets gut besetzt, sagte Wilde-Kaufhold: "Mehrere hundert Besucher hatten wir schon." Am Ende des Tages hatten die FFN und die FFN Sektion Lincoln jeweils etwa 1000 Euro sammeln können. Die davon finanzierten Büchergutscheine werden an das Sozialamt übergeben, das sie hilfesuchende Familien zukommen lässt. (afy)

Quelle: Rheinpfalz vom 09.06.2008


Es gibt in diesem Jahr viel zu feiern

Das Weinlesefest der Jubiläen


Ein absoluter Höhepunkt des Deutschen Weinlesefestes in Neustadt an der Weinstraße wird wieder der farbenfrohe und vielbestaunte Winzerfestzug am Sonntag, 12. Oktober, sein.
FOTOS: SCHÖNIG

Neustadt. (hs) Gleich drei Jubiläen gibt es in diesem Jahr beim Deutschen Weinlesefest in Neustadt an der Weinstraße zu feiern: Die 60. Deutsche und die 70. Pfälzische Weinkönigin werden am traditionellen Krönungsort im Neustadter gewählt und zum krönenden Abschluss heißt es „99 Jahre Winzerfestumzug in Neustadt an der Weinstraße. Das Deutsche Weinlesefest 2008 beginnt wie immer mit der Öffnung der „Haiselscher", dem Pfälzer Winzerdorf ab Freitag, 26. September. Bereits eine Woche vor dem Deutschen Weinlesefest trifft man/frau sich hier beim Neuen Wein, Pfälzer Spezialitäten und einem attraktiven Bühnenprogramm mit Radio RPR1 und bekannten Bands wie „Schuckeria", den „Mackenbacher Wandermusikanten", „Rieslingspatzen", „Schönborner", „Stromberger" oder „Habachtaler". Eine Woche später, wegen des Feiertags bereits am Donnerstag, 2. Oktober, wird dann die 70. Pfälzische Weinkönigin im Saalbau gekrönt - festlicher Auftakt des Deutschen Weinlesefestes mit Showprogramm und Michael Schönen - Solo-Comedian, dem Collegium Vocalis und den Neuen Pfälzer Wandermusikanten. Danach geht es Schlag auf Schlag: Vorentscheidung zur Wahl der 60. Deutschen Weinkönigin mit allen Kandidatinnen aus den dreizehn deutschen Weinanbaugebieten am Samstag, 4. Oktober, und am Freitag, 10. Oktober, die Entscheidung: Die 60. Deutsche Weinkönigin wird gewählt -das Finale mit den sechs qualifizierten Bewerberinnen aus dem Vorentscheid um die Nachfolge von Evelyn Schmidt aus dem Weinanbaugebiet Sachsen endet festlich mit der Krönung der Weinhoheit. Die Wahl-Gala wird wieder als Live-Sendung des SWR-Fernsehens ab 20.15 Uhr direkt aus dem Neustadter Saalbau übertragen.
Außerdem gibt es ab dem 2. Oktober natürlich wieder einen bunten Jahrmarkt mit zahlreichen Fahrgeschäften am Bahnhofsvorplatz (das einzige Weinfest mit direktem Bahnanschluss), wieder mit dem beliebten Familientag (Mittwoch, 8. Oktober) der Fahrattraktionen und Schausteller. Im Festzelt gibt es an verschiedenen Tagen Live-Musik.
Und noch ein Jubiläum: Die traditionelle Große Pfalzweinprobe der Weinbruderschaft der Pfalz findet am Samstag, 11. Oktober, zum 44. Mal statt. Und es ist gewiss kein schlechtes Omen, wenn der 13. Deutsche Wein- und Sekttreff (9. bis 13. Oktober) bei täglicher Livemusik geöffnet ist - ein stilvoller Treffpunkt für Weinkenner und Genießer: Weine aus allen deutschen Anbaugebieten und den neun Weindörfem von Neustadt werden präsentiert, kulinarisch ergänzt mit ausgefallenen Häppchen von „La macchina". Der große Winzerfestumzug am Sonntag, 12. Oktober, ab 14 Uhr mit wieder weit über 100 Zugnummern zeugt von der Fantasie der teilnehmenden Gruppen und Vereine, die wieder originelle Fest-und Prunkwagen gebaut haben, begleitet von nicht minder einfallsreich kostümierten Fußgruppen; Musikkapellen, Spielmannsund Fanfarenzüge sorgen für Stimmung an der Zugstrecke. „De Dorscht, der macht erscht richdich Spaß oder mit Pälzer Woi im Schobbeglas" Lautet das Motto für den diesjährigen farbenprächtigen Lindwurm. Als Höhepunkt präsentieren sich auf zwei außergewöhnlich prächtigen Prunkwagen die frisch gekrönte Pfälzische und Deutsche Weinkönigin und nehmen die Huldigungen ihrer weinfrohen Untertanen entgegen. Das SWR-Fernsehen sendet den Umzug zeitversetzt von 20.15 bis 22.45 Uhr. Für alle, die aus welchen Gründen auch immer den Umzug nicht live an der Strecke verfolgen können, überträgt der Offene Kanal Neustadt das Spektakel wieder live (Sendebeginn bereits um 13 Uhr mit Interviews mit den neu gewählten Pfalzweinhoheiten.
Ein furioses Abschlussfeuerwerk am Montag, 13. Oktober um 21.30 Uhr schließt das Weinfest der Jubiläen des Jahres 2008 ab.


Ab dem 2. Oktober gibt es auch wieder einen bunten Rummelplatz.


Das Deutsche Weinlesefest in Neustadt an der Weinstraße beginnt wie immer mit der Öffnung der „Haiselscher", dem Pfälzer Winzerdorf bei Bahnhof und Saalbau, ab Freitag, 26. September.
FOTOS: SCHÖNIG


Beim Umzug werden die Teilnehmer wieder mit ideenreichen Motivwagen die Besucher begeistern.

Quelle: Stadtanzeiger vom 25.09.2008

 


Beim Weinlesefest nur geprüfte Qualität im Glas

Alle Weine, die dieses Jahr beim Weinlesefest ausgeschenkt werden, müssen bei der amtlichen Qualitätsweinprüfung mindestens die Punktzahl 2,0 erreicht haben, Flaschen- und Prädikatsweine 2,5 von jeweils fünf möglichen. Damit liegt die Messlatte höher als im Vorjahr. Mit dieser Regelung hat die Stadt auf eine eigene Prüfung aller ausgeschenkten Weine verzichtet. Wie berichtet (Ausgabe vom 15. September 2007), hatte Oberbürgermeister Hans Georg Löffler im Vorjahr erstmals eine eigene Weinkommission in den Saalbau einberufen, die 63 Weine verkostet hatte. 19 waren durchgefallen, 18 davon waren Weißweine. Damals hatten 1,5 Punkte zum Bestehen gereicht. Im Wein- und Sekttreff ab Donnerstag, 9. Oktober, auf dem Hetzelplatz werden auch Weine ausgeschenkt, die im Gault-Millau-Weinführer gut bewertet worden sind. (boe)

Quelle: Rheinpfalz vom 27.09.2008


Weindorf lockt die Schoppenfreunde

Ab Donnerstag volles Programm beim Weinlesefest

„Die Haiselscher sin uff", heißt es seit gestern Nachmittag wieder. Bei herrlichem Herbstsonnen- schein saßen die ersten Zecher schon am früher Nachmittag im Freien und genossen gleicher- maßen den ersten Schoppen Wein oder Federweißen an den Weinhäuschen und die Sonne.

Die Feucht Fröhlichen Neustadter waren bei den Ersten, die um 14 Uhr den Ausschank öffneten. „Als wir aufgemacht haben, sind gleich die ersten Gäste gekommen", berichteten die ehrenamtlichen Helfer der ersten Schicht im Haus der Feuerwehr. Da die Sonne lockte, war es mittags in den Haiselscher selbst relativ leer, aber davor herrschte reger Betrieb.

Abends war dann auch das erste Konzert auf der RPR-1-Bühne beim Winzerdorf angesagt. Die Formation „Schuckeria" sorgte mit bekannten Hits für Stimmung. Heute Abend spielt ab 19.30 Uhr die Band „Undercover". Am Sonntag erklingt von 11 bis 14 Uhr Unterhaltungsmusik von den „Mackenbachern", und ab 15 Uhr gehört die Bühne den „Rieslingspatzen".

Die Haiselcher sind nun jeden Tag ab 11 Uhr geöffnet; neben Pfalzer Spezialitäten wird täglich ein Mittagessen angeboten, so bietet sich auch schon in der Mittagspause ein Abstecher ins Winzerdorf an. Natürlich ist auch der Maroni-Mann wieder da, und auch ein Brezelstand fehlt nicht.

Am Donnerstag startet das Weinlesefest dann voll durch, der Festplatz ist geöffnet, die Pfälzische und die Deutsche Weinkönigin werden gewählt. Ein Feuerwerk setzt am 13. Oktober den Schlusspunkt. (ann)


Jürgen Speck (links) und Dieter Schreiner schmeckt der „Neue" im Weindorf.

FOTO: LM

Quelle: Rheinpfalz vom 27.09.2008


„Die Dorfplatz-Idee war die Rettung"

Die Gäste, die Koordinatoren, die Wirte und der „Maroni-Mann": Stimmungen vor und hinter den Kulissen der Haiselscher

VON UNSEREM REDAKTEUR PATRICK SEHER
Seit mehr als zwei Wochen stehen die Haiselscher vor dem Saalbau, am vergangenen Freitag ist Leben eingekehrt. Einem Wochenende mit gutem Zuspruch bei viel Sonne schloss sich gestern ein für die Tage vor dem eigentlichen Start des Deutschen Weinlesefests typischer Montag an: immer was los, aber auch viele freie Plätze. Hinein ins Leben des Weindorfs.

„Man freut sich immer, wenn man die Haiselscher sieht", sagt Sebastian Wittmann. Der 65-jährige Eppelheimer und seine Frau Christa sind derzeit die Einzigen, die auf dieser Seite des „Marktplatzes" sitzen, der mit Holzbelag zwischen der Bühne und den fünf Weinhäuschen angelegt wurde. Das Ehepaar braucht keinen Trubel. Auch wenn sie nach Mußbach zur Meckenheimer Winzergenossenschaft gingen, suchten sie stets ein ruhiges Plätzchen, sagen sie. „Wir wollen genießen." Bei den Haiselscher sei das sehr gut möglich, so Wittmann, das Fest wirke gewachsen, harmonisch. Nach Ladenschluss im familieneigenen Kiosk um 11 Uhr sei es gemütlich in die Pfalz gegangen. Mit der S-Bahn, die die Wittmanns auch bei ihrem ersten Haiselscher-Besuch vor drei Jahren an die Weinstraße gebracht hat. „Die S-Bahn hat uns verbunden, der Takt stimmt", wirbt Wittmann in Sichtweite des Bahnhofs. Bei der Fahrt über den Rhein sei ihm einer seiner Lieblingssprüche in den Sinn gekommen: „Über de' Brück' werden die Gläser größer", sagt Wittmann schmunzelnd und nippt an der Weißherbst-Schorle.
Armando Simoni kennt sie alle. „Es ist wie in einer großen Dorfgemeinschaft hier", sagt er. Simoni ist der „Maroni-Mann". Seit mehr als drei Jahrzehnten verkauft er am Durchgang vom Bahnhof zum Zentrum geröstete Kastanien. Der Vater des Mußbachers hatte damit begonnen, um die schlechten Monate eines Eiskonditors zu überbrücken. Simoni war als Sechsjähriger schon dabei und kann heute mit 39 Lenzen die Entwicklung der Haiselscher gut einordnen. „Wir kriegen hier wieder Kultur rein", sagt er. Die Gäste seien guter Dinge, die Musik stimme, die Abwanderung in die Ausschankstellen in den Ortstellen sei gebremst worden. Aber: „Wie vor 20 Jahren wird es nicht mehr werden, das muss uns klar sein." Das Vereinsleben sei nicht mehr so intensiv, die Zahl der Haiselscher entsprechend zurückgegangen. Wer komme, lasse hier gerne den Tag ausklingen. Entscheidend für die Atmosphäre: die vor Jahren geänderte Anordnung der Haiselscher. „Die Dorfplatz-Idee war die Rettung", meint Simoni. Ralf Burkhardt, Vorstandsmitglied der Feucht-Fröhlichen Neustadter, ist mit dem bisherigen Besuch im Haiselsche des Vereins zufrieden. "Es hängt alles am Wetter." Der Wegfall anderer Ausschankstellen habe sich positiv auf den Umsatz der „Standhaften" ausgewirkt. „Die Einnahmen aus den zweieinhalb Wochen Haiselscher halten den Verein finanziell am Leben", sagt Burkhardt. Deshalb werde auch einiger Aufwand betrieben, um weiter zäpfeln zu können. Die Schichten von acht bis 14 Helfern könnten nicht mehr nur aus Reihen des Vereins bestückt werden, etliche bezahlte Aushilfen seien am Werk. „Von unseren fast 100 Vereinsmitgliedern sind vor allem aus Altersgründen nur noch rund 20 aktiv", so Schriftführer Burkhardt.
Im größten Haiselsche - eigentlich sind es zwei Buden, die ein Zwischenbau verbindet - habe sich einiges geändert: „Die Speisekarte ist immer größer geworden", so der Helfer. „Draußen ist der Alkoholkonsum bei Jugendlichen gestiegen." Eins ist unverändert: Es darf gequalmt werden. „Wir werden wie Festzelte behandelt", erläutert Burkhardt die Ausnahme im Nichtraucherschutzgesetz. „Dürfe' mer rauche'?", fragen zwei Frauen, die eintreten. Der Gastgeber nickt eifrig. Es ist gut eingespielt, das Miteinander der meist langjährigen Ausschank-Betreiber, zu denen in dieser Woche etliche Schausteller kommen. „Das läuft hervorragend, neue Impulse sind derzeit nicht nötig", so Dagmar Loer, Geschäftsführerin der Tourist, Kongress und Saalbau GmbH, die alles koordiniert. In den Vorbereitungen seien Umzug und Krönungsabende zum Weinlesefest anstrengender. „Bei den Haiselscher läuft viel in Eigenregie." Das erlaube von ihrer Dienststelle am Hetzelplatz einen entspannten Blick hinüber zur Fachwerk-Idylle, auch wenn doch einiges an der städtischen Gesellschaft hängen bleibe; „Bestellung des Bretterbodens, Treffen wegen des Musikprogramms, Einstellung zusätzlicher Kräfte". Für Mitarbeiterin Kerstin Ehrich heiße es „Vor dem Fest ist nach dem Fest". Als Erfolgsrezept für das Weindorf sieht Loer die verstärkte Hinwendung zur Stimmungsmusik. Und - bei Weinfesten unverzichtbar - die städtischen Kontrollen: Ein Freier Mitarbeiter überwache die Schließzeiten, dazu kämen bis zu vier Sicherheitskräfte.


Die Sonne sorgt für Betrieb bei den Haiselscher: Viele Gäste schätzen die gemütliche Atmosphäre vor dem Saalbau.
—FOTO: LINZMEIER-MEHN

Quelle: Rheinpfalz vom 30.09.2008