Aus der Geschichte

Haiselscher als Baubuden an den Westwall gebracht

Das Weinlesefest in seiner jetzigen Form geht auf das Jahr 1929 zurück und ist vor allem der Tatkraft und dem Ideenreichtum des Verkehrsvereinsvorsitzenden Daniel Meininger zu danken. Damals wurde die erste Weinkönigin überhaupt gewählt und der "Neue" getauft. Aber schon vor dem 1. Weltkrieg hatten Neustadter Weinfeste stattgefunden, auch 1909 erstmals ein Winzerzug, der aber laut Chronik nichts "übermäßig Bemerkenswertes oder Originelles" brachte. 1913 dann, am 19. Oktober, eröffnete der damalige OB Wand, den "Pfälzer Weintag" im Saalbau mit einer Probe von - man höre und staune - 45 Weinen. Auch ein Winzerzug, der den Werdegang des Weines darstellte, zog durch die Straßen.
Noch vor dem Zweiten Weltkrieg, 1937, wurde die Idee der "Haiselscher" geboren. Sieben Häuser waren seinerzeit in der Regie der Stadt gebaut und neben Neustadter Gruppen auch den Weinbaugebieten längs der Haardt zur Bewirtschaftung überlassen worden. 1939 wurden diese Häuschen als Baubuden beim Bau des Westwalls zur Verfügung gestellt. So zweckentfremdet überlebten sie den Krieg nicht. (se)

Quelle: Rheinpfalz vom 10.10.2001